| Pressemitteilung 9.12.2009 |
|
|
|
| Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 16:43 Uhr |
|
2.622 Zeichen, Sperrfrist: 15.12.2009 Im Unterricht beim NRW-IntegrationsbeauftragtenDer Integrationsbeauftragte der Landesregierung NRW, Thomas Kufen (CDU), gestaltet am 15. Dezember in Wuppertal eine Unterrichtsstunde für zukünftige Sprach- und Integrationsmittler (SprInt). Sein Publikum: Insgesamt 38 Migrantinnen und Migranten, die nach der 18-monatigen Qualifizierung überall dort eingesetzt werden sollen, wo zwischen deutschen Fachkräften und zugewanderten Bürgern sprachliche und kulturelle Verständigungsprobleme auftreten. Vorher müssen sie allerdings ein umfangreiches Lernpensum bewältigen: Neben Dolmetsch- und Mediationstechniken stehen Migrationssoziologie und -politik, Strukturen des Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesens sowie medizinische, psychosoziale und rechtliche Grundkenntnisse auf dem Lehrplan.Die Dienstleistung der Sprach- und Integrationsmittlung ist in medizinischen Einrichtungen, sozialen Diensten, Behörden und Schulen gefragt. Sie erleichtert die Kommunikation und schafft Vertrauen, wo sonst nicht selten Unsicherheit und Frustration herrschen. So konnte eine Mittlerin bewirken, dass in Gesprächen zwischen der Lehrerin einer aus dem Irak stammenden Realschülerin und deren Mutter die Familienproblematik erörtert wurde. Die Migrantinnen hatten sich vorher nicht getraut, das Thema anzuschneiden. In einem anderen Beispiel leistete ein kurdischer Sprach- und Integrationsmittler per Telefon Überzeugungsarbeit: Er zerstreute die Bedenken eines Ehemannes, die Dienste einer Ehe- und Scheidungsberatung in Anspruch zu nehmen. Für die von der ARGE geförderte Qualifizierungsmaßnahme wurden Bewerberinnen und Bewerber mit eigener Migrationserfahrung ausgewählt, weil sie neben den erforderlichen Sprachkenntnissen ein Gespür für kulturell bedingte Verständigungsbarrieren haben. Der Vortrag des Integrationsbeauftragten ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein besonderes Ereignis. Sie haben sich im Unterricht intensiv mit Integrationspolitik befasst. Nun sind sie neugierig auf die Informationen aus erster Hand, die ihnen der Vertreter der Landesregierung vermitteln wird. Eine weitere Besonderheit: Zum ersten Mal lernen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zwei SprInt-Qualifizierungen in Wuppertal und Aachen kennen. Die Veranstalter, die Diakonie Wuppertal und das Pädagogische Zentrum Aachen, arbeiten zusammen mit weiteren Partnern im bundesweiten Netzwerk „SprInt-Transfer“ an der Verbreitung der Dienstleistung und der Anerkennung des Berufsbilds des Sprach- und Integrationsmittlers. Das Netzwerk wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds gefördert. Kontakt: Miguel Tamayo, wiss. Mitarbeiter und Onlineredakteur
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
|
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 15. Dezember 2009 um 17:28 Uhr |



